03.08.2017:

Sozialdemokraten werben für Jobs im Handwerk

Die Herausforderungen auf dem heimischen Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt eines Informationsgespräches der Spitzen der SPD im Kreis Coesfeld mit Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld. Der Parteivorsitzende und Landtagsabgeordnete André Stinka und der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Carsten Rampe, diskutierten dabei mit Johann Meiners die guten Zahlen für den Kreis. Außerdem besprachen sie, was getan werden kann, damit das so bleibt und wie noch mehr Menschen in sozialversicherungspflichtige Jobs gebracht werden können.

Eine der wesentlichen Zukunftsfragen für die Wirtschaft im Kreis ist nach Meinung von Stinka und Rampe die Frage des Fachkräftemangels. „Schon heute ist es in unserer Region in manchen Bereichen schwierig gute Leute zu finden, selbst wenn die Jobs gut bezahlt sind“, so die Sozialdemokraten. Sie waren sich mit Johann Meiners einig, dass der Königsweg hier eine qualifizierte Ausbildung ist: Für die Unternehmen, weil sie sich so die Fachkräfte der Zukunft selbst ausbilden, und für die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weil eine gute Ausbildung ein wichtiger erster Schritt ins Berufsleben ist und um sich vor Ort die eigene Zukunft aufzubauen.

Dabei betonte Stinka, dass man auch ohne Abitur in vielen Berufsfeldern tolle Karriere machen kann. „Klar, Abi und Studium sind für viele junge Leute wichtige Ziele und das ist auch gut so. Aber wer nach der mittleren Reife in eine Ausbildung im gewerblichen Bereich oder im Handwerk wechselt, hat ebenfalls sehr gute Berufschancen“, bricht Stinka eine Lanze für diese Jobs. „Für den Kreis Coesfeld ist das von besonderer Bedeutung, weil in diesen Wirtschaftsbereichen unsere großen Stärken liegen. Und damit das auch so bleibt, ist es wichtig, dass die Unternehmen gute Leute finden, die mit viel Engagement in den Beruf starten wollen. Und eine Ausbildung zum Beispiel im Handwerk ist gleichzeitig eine der besten Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit, die man finden kann!“

Doch auch nach der Ausbildung wird es zukünftig von immer größerer Bedeutung sein, sich immer wieder beruflich weiter zu bilden, wie Johann Meiners berichtet: „Die Bundesagentur für Arbeit plant daher eine lebenslange Berufsberatung einzuführen. Das bedeutet, wir begleiten Menschen während ihres gesamten beruflichen Lebens und geben immer wieder Tipps und Hilfestellungen zu beruflichen Veränderungen oder Weiterbildungsfragen.“ Derzeit, so der Agenturleiter, werde dieses in einigen Arbeitsagenturen erprobt.

Zurück